"Teil der Lösung"

Foto von Mitherausgeber Werner Rätz „Teil der Lösung“ – Neuer Sammelband zum Grundeinkommen als Ausweg aus der Krise

Ausweg Grundeinkommen

Neuer Sammelband zum Grundeinkommen mit dem Titel „Teil der Lösung“ erschienen beim Rotpunktverlag. Im Zentrum stehen die Fragen, wie wir leben und arbeiten, was wir produzieren wollen und wie. Das Buch zeigt, dass das Grundeinkommen nicht ein „Irrweg“ ist, wie der Ökonom Heiner Flassbeck meint, sondern ein möglicher Ausweg aus der sozialen und ökologischen Krise.

Ende August erschien der Sammelband „Teil der Lösung. Plädoyer für ein bedingungsloses Grundeinkommen“ im Rotpunktverlag. Ronald Blaschke (Mitbegründer des Netzwerks Grundeinkommen Deutschland) und Werner Rätz (Mitinitiator von ATTAC Deutschland) sind die Herausgeber. Das Buch mit 12 Beiträgen von 15 AutorInnen ist ein Plädoyer für ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) und beschäftigt sich damit, wie wir leben und arbeiten, was wir produzieren wollen und wie. Es reagiert außerdem auf die Kritik von Ökonom Heiner Flassbeck, wonach das BGE ein „Irrweg“ wäre. Die AutorInnen zeigen, dass das BGE finanzierbar ist und einen möglichen Ausweg aus sozialer und ökologischer Krise bietet.

Lösung der sozialen und ökologischen Krise

Kapitalistische Arbeits- und Eigentumsverhältnisse können vielen Menschen keine soziale Sicherheit bieten, nicht einmal in Europa. Ausgehend von dieser Beobachtung zeigen die Beiträge in „Teil der Lösung“, dass und wie das Grundeinkommen nicht nur zur Lösung der sozialen Frage beitragen könnte, denn das BGE sei mehr als Armutsbekämpfung. Es eröffne auch neue Antwortmöglichkeiten auf die Frage, wie wir leben und arbeiten wollen. Außerdem wäre das BGE eine Möglichkeit dem Wachstumswahn zu entkommen und würde den Weg für den Umbau zu einer ökologisch nachhaltigen Ökonomie ebnen. Auch auf den Einwand, dass diese versprochenen Lösungen nie umgesetzt werden könnten, weil das BGE nicht finanzierbar sei und angeblich die eigene ökonomische Basis untergraben würde, wird in dem Buch eingegangen.

Marktmensch auf Irrwegen der Ökonomie

Laut dem Ökonomen Heiner Flassbeck und seinen Co-AutorInnen würde ein Grundeinkommen die finanziellen, sozialen und gesellschaftlichen Ungleichheiten weiter verschärfen. Die AutorInnen des Sammelbandes reagieren auf diese Kritik, wonach das Grundeinkommen ein Irrweg sei. Sie halten dem entgegen, dass vielmehr der bedingungslose Kapitalismus ein Irrweg ist, auf dem der Mensch zum Marktmenschen wird und sich mit sozialen und ökologischen Problemen konfrontiert sieht. Das Grundeinkommen als Menschenrecht auf soziale Sicherheit biete einen Ausweg.

Ausweg Grundeinkommen in Sichtweite

Dass der Ausweg Grundeinkommen bereits in Sichtweite ist, zeigt der Beitrag von Albert Jörimann (ehemaliger Präsident von B.I.E.N – Basic Income Earth Network Schweiz). In der Schweiz wird das Grundeinkommen in den kommenden Jahren dem Härtetest direkter Demokratie unterzogen. Eine Volksinitiative hat bereits genügend Unterschriften für eine verbindliche Volksabstimmung gesammelt. In einem weiteren praxisnahen Beitrag wird auf die konkreten Erfahrungen mit dem Grundeinkommen in Namibia eingegangen und über das Potenzial eines BGE reflektiert.

Beitrag aus Österreich

Unter den 15 AutorInnen finden sich auch drei Österreicherinnen: Margit Appel (ksoe – Katholische Sozialakademie Österreichs), Luise Gubitzer (WU Wien, Vorständin des Institut für Institutionelle & Heterodoxe Ökonomie) und Lieselotte Wohlgenannt (Grundeinkommens-Vordenkerin, verfasste 1985 gemeinsam mit Herwig Büchele das Buch „Grundeinkommen ohne Arbeit“) haben gemeinsam ein Kapitel verfasst, in dem argumentiert wird, dass das BGE mehr an Geschlechtergerechtigkeit, Freiheit und Ressourcenschonung bringen würde.

Die Autorinnen bezeichnen die derzeitigen Ergebnisse der primären Einkommensverteilung als ungerecht, unsozial, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zerstörend und die Demokratie zersetzend. Für Frauen sei es riskant, sich auf sie zu verlassen, daher ist zu prüfen, inwiefern das bedingungslose Grundeinkommen ein Instrument zur Stärkung der Macht von Frauen am Arbeitsmarkt sein kann. Aus der Perspektive der Feministischen Ökonomie werden erweiterte Konzepte von Verteilung, Leistung und Ressourcen gedacht und gezeigt, dass zur Verteilung mehr zur Verfügung steht als die aktuell erwirtschaftete Wertschöpfung.

 

„Teil der Lösung“ beim Rotpunktverlag:

http://www.rotpunktverlag.ch/cgibib/germinal_shop.exe/VOLL?titel_nummer=58302&titel_id=58302&caller=rotpunkt

Download: Buchbesprechung von Erich Kitzmüller als .pdf

EU BürgerInnen Initiative online

WICHTIG   WICHTIG   WICHTIG

1)     EU BürgerInnen Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen:

Das Unterschriften-Formular ist ab sofort online: 
http://basicincome2013.eu
oder
https://ec.europa.eu/citizens-initiative/REQ-ECI-2012-000028/public/index.do?lang=

 2)     Alte Reisepassnummern bitte ohne die letzte Ziffer nach dem Abstand eintragen
        Österreichische Reisepassnummern bestehen immer aus einem Buchstaben und sieben Ziffern. (z.B.P1234567)
        Die von der Passnummer abgesetzte Ziffer ist nicht Teil der Passnummer,z.B. bei "P 1234567 8"
        Bei der Eingabe der Passnummer keine Leerzeichen einfügen.

 

3)     Papierformulare für eine oder für 10 Unterschriften sowie die Gebrauchsanweisung und verschiedene Folder für die Infotische sind zum Ausdrucken als pdf auf

http://www.pro-grundeinkommen.at .

4)    Es handelt sich dabei NICHT um eine der vielen Sammlungen im Internet, sondern um ein hoch offizielles Instrumentarium der EU. 
Wenn diese Initiative erstens EU-weit über 1.000.000 Unterschriften bekommt und zweitens in mindestens 7 Ländern über einer Marke ist, die sich aus der Anzahl der EU Abgeordneten des jeweilig Landes errechnet, für Österreich sind dies 14.250 Unterschriften, dann muss sich die EU Kommission damit beschäftigen. 

Ihr benötigt zum Unterschreiben entweder eure Reisepass- oder eure Personalausweisnummer.

Klar, das Grundeinkommen ist auch mit der Machbarkeitsstudie noch nicht realisiert. Aber über eine Million Stimmen wäre ein großer Erfolg und vor allem bleibt das Thema an der Tagesordnung. 
Ich ersuche euch, dieses Mail auch weiter zu leiten. Alle EU BürgerInnen können unterschreiben.

Nachlese:

Die Pressekonferenz vom 15.3.2013 mit Johanna Riegler, Walter Rijs und Klaus Sambor im Cafe Goldegg, als Video auf http://youtu.be/fwaFEBceRkI

Die Auftaktveranstaltung am 16.3. mit Ulli Sambor, Erich Kitzmüller und anderen im 21er Haus war ein voller, toller Erfolg.

Als Video auf
http://www.youtube.com/watch?v=RgxX0ZFpOn0

Weitere Materialien:
Videoclip: 
https://www.youtube.com/watch?v=g5brwKlswo0

Daniel Häni, der "Motor" der Schweizer Volksinitiative war in Graz. Ein Bericht vom Standard, 18.04.2013: 

http://derstandard.at/1363709352215/Eine-Initiative-gegen-Faulheit

Die Standard, Kommentar vom 7. März 2013

http://diestandard.at/1362107348888/Frauentag-Nicht-alle-Frauen-verfuegen-ueber-ein-Einkommen

Die Forderung "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" geht davon aus, dass alle Frauen ein eigenes Einkommen haben. Was ja nicht stimmt. Deshalb müsste die Forderung lauten: Ein menschenwürdiges Einkommen für alle. Eine Forderung, die wir von den VertreterInnen des "Bedingungslosen Grundeinkommens für alle" kennen. 

Von Gastautorin Gerlinde Knaus, Autorin und Muße-Forscherin.

Broschüre Grundeinkommen

     Grundeinkommens-Broschüre  
   "In Freiheit tätig sein" 


Die Broschüre wurde in Zusammenarbeit mit Studierenden der "Grafischen" erstellt 
und zeigt auf witzige und dennoch informative Weise die Erwartungen und Fragen zum
Thema Grundeinkommen auf. 
Sie kann für eine Spende ab 2 Euro bei verschiedenen Veranstaltungen erworben 
oder (zuzüglich Porto) unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden.