vom sträuben

heute stäube ich die sträube
gras wächst auf meiner zunge fell
es säumt es bäumt ich lass
es wachsen es atmet
es wird wieder hell
in meinem hirn hängt ein verzetteln
ein faulsein tropft an mir herab
ich lass es wörtern
lass es sätzen
ich lass es sein
ich wimml es ab
ich bin jetzt mundtot unter vielen
ich lass die schreibe liederlich
soll sie doch wuchern wachsen fliedern
ich lieg am strand &
mache mist

am strand liegt
neben mir die sträube
sie rieselt weich durch meine hand
was ich auch in den sandstrand
schreibe löscht eine nächste welle aus
das gras wächst nach
was ich auch sage
es steht und will so hoch hinaus
ich lieg und neben mir die sträube
schläft ganz bequem auf ihrem bauch

 

(veröffentlicht in: Die Kunst, sich in 26 Richtungen gleichzeitig zu sträuben, Das fröhliche Wohnzimmer 2018)

© 2019 Eleonore Weber

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